Engineering und Fertigung

Vom ersten Kontakt bis zur produzierenden Anlage haben Flexibilität und Support oberste Priorität. Planung und Konstruktion erfolgen zwei- und dreidimensional.

Die Fertigung erfolgt auftragsbezogen im eigenen Haus. Langjährige Erfahrung, moderne Ausrüstung und qualifizierte Mitarbeiter sichern einen hohen Qualitätsstandard in der Abwicklung der Aufträge und einen reibungslosen Ablauf bei der Montage vor Ort.

Die Konzentration von Ingenieurbüro, Technikum und zeitgemäßer Fertigung am gleichen Standort, garantiert Ihnen schnelle und kundenorientierte Planung und Produktion auf kurzen Wegen.

Zur Entlastung der Nachzerkleinerung wird bei großem Zerkleinerungsverhältnis vorgebrochen. Die Produkteigenschaft bestimmen hierbei das System. Eingesetzt werden  profilierte Brechwerkzeuge wie Nockenwalzen, profilierte Brechplatten oder spezielle Messerformen. Das Zerkleinerungsverhältnis bis auf 1:10 max.1:20 realisiert werden. Ein Schutz der teuren Werkzeuge vor Überlast oder Fremdkörpern bieten mechanische oder hydraulische Abfederungssysteme.

Es wird in Fein- und Feinstvermahlung unterschieden. Enge Korngrenzen bzw. stark schleißende Produkte werden durch Zwei-Walzenmühlen mittels Druckzerkleinerung vermahlen. Weichere bis mittelharte Produkte geringerer Verschleißraten werden über dynamische Systeme wie Hammermühlen zerkleinert. Mahlcharakteristik und geforderte Kornverteilung definieren das System. Bei Ex-Gefahr oder Kontaminierung werden zur Überlagerung von Schutzgas (bis 40 mbar) Gasdichte Ausführungen eingesetzt.

Gesamtprozesse der Schüttgutaufbereitung sind mit vertikalem oder horizontalem Transport verbunden. Als Zwischentransport zur Beschickung bzw. Verteilung, in Kombination mit einer Entwässerung, einer Trocknung bzw. Kühlung der Produkte. Es wird statische (nicht produktbewegt) und dynamische (produktbewegte) Systeme unterteilt. Die Auslegung als staubdichte bzw. gasdichte Ausführung ist prozess- und produktabhängig.

Trommelöfen werden durch Chargier-Anlagen gleichmäßig beschickt. Aluminiumschrotte, gepresste Folienabfälle, Schlackenprodukte (Krätze) bzw. Zuschlagstoffe oder Legierungsbestandteile werden in Intervallen gleichmäßig zugeführt. Robuste einstellbare Exzenterantriebe ermöglichen große Eindringtiefen und schnelles Chargieren um Schmelz- / Wärmeverluste gering zu halten.

Es wird in gravimetrische Dosierung (Verwiegung) bzw. in volumetrische Dosierung (Austrag) unterschieden. Z.B. der gleichmäßige Austrag eines Volumens aus einem Bunker. Die gleichmäßig verteilte Aufgabe auf eine Siebmaschine oder Walzenmühle definierter Arbeitsbreite oder der gleichmäßige Prozesseintrag durch Dosierung. Das Fließverhalten der Produkte und Kornverteilung, das Schüttgewicht und die Durchsatzleistung bestimmen Funktion und Genauigkeit.

Zwischen Sieben und Klassieren wird durch die jeweilige Anwendung bzw. Funktion  unterschieden. Mahl- bzw. Klassier-Prozesse werden durch Vorsiebungen optimiert. Bei Siebgenauigkeiten von ca. 70-90% werden Linearschwinger bzw. Kreisschwinger zur Vorsiebung eingesetzt.  Die Auslegung der Siebfläche erfolgt hierbei über Durchsatzleistung und Siebschnitt.

Kaskadenscheider trennen Überlängen, Doppelgranulat und Engelshaare von formgleichen Granulaten durch Schwingung. Angepasst an die Anforderungen sind unterschiedliche Kaskadengrößen und Werkstoffe eingesetzt. Modifizierungen wie zusätzliche Staubabtrennung und Verteilung im Einlaufbereich, optimieren den Trennprozess. Kaskadenscheider werden abgestuft in den Leistungsgrößen von 350 – 3000 kg/Stunde geliefert.  Die Trenngenauigkeit/-Qualität liegen hierbei bis zu 99,5 % – 99,8% Gutkornanteil.

Aluminiumgranulate unterschiedlicher Durchmesser werden mittels Schmelzteller hergestellt. Bei der  Abkühlung entstehen Fehlgranulate. Diese stören im weiteren Prozess die Dosierung und werden daher mittels Kaskadenscheider abgetrennt. Die Konstruktionen sind auf die meist hohen Produkttemperaturen bis 300°C abgestimmt.

Spezifizierte Siebgenauigkeit und -Qualität sind maßgebliche Kriterien zur Auslegung der  Siebflächen bei Kornklassierung. Abhängigkeiten der Parameter wie Siebverhalten, Kornform und Schüttgewicht werden über Testreihen ermittelt. Durch Grenzkornanalyse des Über-, bzw. Unterkorns wird die optimale Siebbestückung und Siebfläche bestimmt.

Linearschwingsiebe mit steiler Antriebskomponente werden als Mehrdecksiebmaschinen zur Kornklassensiebung eingesetzt. D.h. einlaufseitig Produktverteilung - auslaufseitig Kornsam-melrohre. Bei hohen Durchsätzen wird auf 2 Kornklassen reduziert. Im Einlaufbereich wird das Produkt durch spezielle Verteileinrichtung auf mehrere Siebebenen verteilt.

Das Verarbeiten von Klein- bzw. Kleinstmengen erfordert den Einsatz von einfach bedienbaren und leicht zu reinigenden Anlagen. Hohen Anforderungen der Kunden hinsichtlich Produktqualität bestimmen die Ausführung der Systeme. Um Kontaminierungen zu vermeiden werden Werkzeuge aus Wolframcarbid, Keramik (Al2O3, ZrO) oder Sonderstähle eingesetzt - Gehäuse werden ausgekleidet (z.B.  Hallar, Vulkolan o.ä.).  

Die Aufbereitungstechnik lebt von ihrer Ideenvielfalt und Ihrer Erfahrung. Die verschiedensten Anforderungen lassen sich oft nicht mit reinen Standardausführungen lösen. Es werden konstruktiv und praktisch individuelle Lösungen entwickelt und im Technikum der Merz Aufbereitungstechnik durch Pilotanlagen bzw. Prototypen der praktische Einsatz simuliert. Die Sonderkonstruktionen werden in Ihrer Funktion und Auslegung geprüft.

Kunden der Merz Aufbereitungstechnik GmbH arbeiten mit vorhandenen, bewährten Prozessen, die jedoch oft auf Grund geänderter Marktgegebenheiten vielfach angepasst bzw. variiert werden müssen. In die Jahre gekommene Anlagentechnik erfordert eine teilweise bzw. Komplette Erneuerung mit neuester Technik. Es werden Anlagenoptimierungen, Erweiterungsanlagen oder neue Prozesse gemeinsam entwickelt und realisiert.

Der Erstkontakt zum Kunden ermöglicht den Bezug zur Aufgabenstellung. Die Prozessdarstellung meist verbunden mit Versuchsdurchführung präzisiert die Anforderung des Kunden. Gemeinsam wird die Anlagentechnik zur Lösung der Aufgabenstellung konkretisiert und danach realisiert